BAUEN+ 3/2021

Holzbau

Abbildung zum Fachartikel »Lokales Buchenholz im Tragwerk und in der Raumarchitektur«
Postmoderne Holzbau-Architektur in Reinform, die aufzeigt, wie sich die Verhältnisse der Baustoffe untereinander im Wandel befinden, und dem Beton seine neue, ergänzende Rolle zuweist (© Thomas Eicken Fotografie)

Marc-Wilhelm Lennartz


Lokales Buchenholz im Tragwerk und in der Raumarchitektur

Neubau der Landesforstanstalt Jena-Holzland


Im Zuge der fortdauernden Trockenphasen, des erhöhten Borkenkäferbefalls und steigender Temperaturen ist der »Brot-und-Butter-Baum«, die Fichte, zunehmend unter Druck geraten. Ein öffentliches Bauvorhaben in Thüringen zeigt Alternativen auf.

Unweit der Großstadt Jena, im sogenannten Thüringer Holzland, liegt die Kleinstadt Stadtroda. Die typische Mittelgebirgsregion wird vom Mittelgebirgsvorland und dem mitteldeutschen Tiefland umsäumt. Mit der Zusammenlegung der Forstämter Jena und Stadtroda zum neuen Forstamt ­Jena-Holzland ist mit einer Waldfläche von 19.078 Hektar eines der flächenmäßig größten von insgesamt 24 Forstämtern des Bundeslandes entstanden.

Die Fusion erforderte einen den gewachsenen Aufgaben gemäßen Neubau der Landesforstanstalt, um gleichermaßen Kommunen und Privatwaldbesitzer fachgerecht betreuen zu können. Dazu bot sich als Standort Stadtroda an, da sich hier bereits ein geeigneter Bauplatz im Eigentum der Bauherrschaft Thü­ringen Forst befand.

Bei der Baustoffwahl war das Holz für den Forstbetrieb gesetzt, doch mochte man noch einen Schritt weitergehen. Lokale Wertschöpfung und Know-how sollten möglichst eingebunden werden, sodass das aus Thüringer Buchenholz in Creuzburg hergestellte Buchen-Furnierschichtholz schnell ins Zentrum der holzbaulichen Überlegungen gelangte.

Denn rund 548.000 ha bzw. 33% der Fläche Thüringens sind bewaldet, wobei die Rotbuche (Fagus sylvatica) die am weitesten verbreitete Laubbaumart darstellt, die auf gut einem Fünftel der Waldfläche Thüringens wächst.


Vorreiter Forstinspektion Ost

Auf dem rund 20.000 m2 großen Grundstück mit einem alten Arboretum, Streuobstwiesen und Bienenstöcken galt es, ein Verwaltungsgebäude zu errichten, das der Vorbildfunktion der öffentlichen Hand – hier: des Forstes – hinsichtlich der Verwendung des nachwachsenden Rohstoffes Holz gerecht werden sollte.

Des Weiteren mussten die unterschiedlichen Ansprüche an die diversen Raumnutzungen in einer kohärenten Entwurfsplanung zusammengeführt werden. Denn neben den eigentlichen Dienstsitzen des Forstamts Jena-Holzland und der Forstinspektion Ost mit verschiedenen Einzel- und Gruppenbüros wurden im Erdgeschoss eine gekühlte Wildkammer und ein multifunktionaler Schulungs- und Versammlungsraum eingerichtet.


Den ganzen Beitrag können Sie in der Mai-Ausgabe der Bauen+ lesen.  
Informationen zur Einzelheft- und Abo-Bestellung

Diesen Beitrag finden Sie auch zum Download im Heftarchiv.


Weitere Artikel des Autors:

 

NEWSLETTER

Der Newsletter für Energie, Brandschutz, Bauakustik und Gebäudetechnik informiert Sie alle zwei Wochen über branchenspezifische Nachrichten und Entwicklungen.

zur Newsletter-Anmeldung

Zurück zum Seitenanfang