AKTUELLE AUSGABE

Energie

© Bundesverband Geothermie

 

Holger Born, Timm Eicker

Erdwärmepumpen müssen zum zentralen Baustein der Wärmewende werden

Roadmap »Oberflächennahe Geothermie« der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie IEG


Eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland erfordert sofort große Veränderungen im Wärmesektor und den Verzicht auf fossile Rohstoffe zur Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser. Dies ist nicht nur vor dem Hintergrund der deutschen und europäischen Klimaschutzziele geboten, auch die aktuellen politischen Verwerfungen in Osteuropa und die damit einhergehende Versorgungsunsicherheit sowie die enormen Preisanstiege für Erdgas führen dazu, dass alternative Wärmeerzeuger stärker in den Fokus rücken.

Erdwärmepumpenanlagen sind dabei die vorteilhafteste Wärmepumpentechnologie, um Gebäude nachhaltig, zukunftssicher und unabhängig von Rohstoffimporten zu heizen und zu kühlen. Ihr deutschlandweites Potenzial umfasst bis zu 75% des gesamten Wärmebedarfs für Raumwärme und Trinkwarmwasser, dies entspricht in etwa 600 TWh/a.


KERNAUSSAGEN

  • Erdwärmepumpen sind eine seit Jahrzehnten effiziente, zuverlässige und bewährte Technologie.
  • Das umfassende Potenzial von Erdwärmepumpen muss für eine erfolgreiche Wärmewende stärker genutzt werden.
  • Aktuell hemmende Rahmenbedingungen müssen kurz- und mittelfristig umfassend überwunden werden.

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© A. Drewer

 

Arnold Drewer, Kerstin Paschko

Best-Practice-Beispiele für niedriginvestive Dämmverfahren

Mit wenig Geld zu mehr Klimaschutz


Die im Themenfeld »energetische Altbausanierung« häufig gezeigten Best-Practice-Beispiele beziehen sich auf eine kleine Auswahl an Gebäuden, die mit hohem Aufwand rundum modernisiert werden. Finanzierbar ist dies nur für Investoren oder finanziell besser gestellte Bevölkerungskreise. Ein Großteil der Hauseigentümer hingegen hat selten die finanziellen Rücklagen, um Modernisierungen, bis hin zum Passivhausstandard, stemmen zu können.

Das muss nicht sein. Auch mit wenig Mitteln können effizient Dämmmaßnahmen durchgeführt werden, die sich bereits nach wenigen Jahren finanziell rentieren und dadurch sowohl die Bewohner entlasten als auch Deutschland ein großes Stück näher an das Klimaziel bringen.


KERNAUSSAGEN

  • Zwei Beispiele zeigen: Energetische Sanierungen mit niedriginvestiven Verfahren können einen hohen Einspareffekt erzielen.
  • Mit geringem finanziellem Aufwand kann ein hohes Maß an Energieeinsparung erzielt werden.
  • Dämmmaßnahmen können von Laien mit Eigenleistung unterstützt werden.

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Brandschutz

Wie moderner, modularer Holzbau funktioniert
© Werner Huthmacher

 

Reinhard Eberl-Pacan

Wie moderner, modularer Holzbau funktioniert

Das Großprojekt »MOKIB«: erfolgreich mit Holz und innovativem Brandschutz


Modulares Bauen fasziniert Architektur und Baugewerbe seit der Errichtung der Pyramiden im alten Ägypten. Statt kleinteiliger Ziegel wurden für die Grabbauten großformatige Blöcke benutzt. Modulares Bauen steht dabei für geringe Kosten und schnelle Bauzeit aufgrund in Serie vorgefertigter Elemente.

Während diese Bauweise – gefertigt aus Stahl oder Beton – in der Vergangenheit eher für rostende Bausünden oder unansehnliche Plattenbauten sorgte, verhilft der Baustoff Holz der Modulbauweise zu bemerkenswerten neuen Höhenflügen, wie das Großprojekt »MOKIB« zeigt.


KERNAUSSAGEN

  • Bei der Schaffung neuer Kindertagesstätten setzte das Land Berlin auf modularen Holzbau.
  • Bereits in der Wettbewerbsphase wurden die Grundlagen für ein innovatives Brandschutzkonzept erarbeitet.
  • Die Anforderungen an modulare Holzbauten sind bei niedrigen Gebäuden überschaubar. Sie steigen jedoch bei höheren Gebäuden überproportional an. Das schränkt den Einsatz dieser Gebäude in urbanen Räumen stark ein.

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Bauakustik

Planungsfehler beim Schallschutz vermeiden
© B. Gigla

 

Birger Gigla

Planungsfehler beim Schallschutz vermeiden

Zehn Schritte für eine bessere bauakustische Planung


Die Bautätigkeit ist in den zurückliegenden Jahren stark angestiegen. Zwischenzeitlich haben sich Bau- und Kapitalkosten erhöht und es werden Einsparpotenziale gesucht. Hierbei sollte der regelgerechte Luft- und Trittschallschutz unbedingt eingehalten werden, um aufwendige nachträgliche Instandsetzungen zu vermeiden.

Der folgende Beitrag fasst Grundsätze zur Fehlervermeidung zusammen und erläutert zehn Schritte für eine bessere bauakustische Planung.


KERNAUSSAGEN

  • Bei Kostensteigerungen sollte nicht am Schallschutz gespart werden, um aufwendige nachträgliche Instandsetzungen zu vermeiden.
  • Vor Planungsbeginn ist die qualifizierte bauakustische Beratung des Bauherrn erforderlich.
  • Der Beitrag gibt praxisgerechte Hilfestellungen zur Vermeidung von Planungsfehlern.

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Gebäudetechnik

Stahl und Stahlbeton optimal mit Holztragwerk kombiniert
© David Matthiessen

 

Susanne Jacob-Freitag

Stahl und Stahlbeton optimal mit Holztragwerk kombiniert

Helle Halle zum Baden


Stutensee bei Karlsruhe hat seit einigen Jahren ein neues Hallenbad. Wie zwei unterschiedlich große, liegende Winkel, deren Enden sich mit einem Höhenversatz leicht überschneiden und große Fensterflächen umschließen, präsentiert sich dem Besucher die transparente Seite des Eingangsbereichs. Hinter dem klar und leicht anmutenden Gebäude steckt ein komplexes Tragwerk aus Stahlbeton, Stahl und Holz.


KERNAUSSAGEN

  • Die Verwendung von Holz im Schwimmbadbau hat Vorteile: Neben ästhetischen Qualitäten ist es unempfindlich gegen Chlor und bietet eine gute Raumakustik.
  • Die Holzrippenelemente bilden ein materialeffizientes Dachtragwerk aus und ermöglichen die Integration aller haustechnischer Leitungen.

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Holz-Stroh-Neubau ergänzt die Benediktinerabtei Plankstetten
© Kloster Plankstetten

 

Achim Pilz

Holz-Stroh-Neubau ergänzt die Benediktinerabtei Plankstetten

Nachhaltiger Klosterbau mit Strohdämmung von eigenen Feldern


Die Benediktinerabtei Plankstetten schont mit ihrem kreislaufgerechten Neubau Ressourcen und schützt das Klima, denn sie verwendet für ihre neue Kindertagesstätte 30 baubiologische Gästezimmer und Räume für die Verwaltung neben Holz aus dem Klosterforst auch Stroh vom eigenen Acker sowie Lehm.


KERNAUSSAGEN

  • Kreislaufgerecht durch die Verwendung von Holz, Stroh und Lehm
  • Holz und Stroh aus nächster Nähe
  • Brandschutz von Stroh durch Lehm
  • Decken Holz-Beton-Hybrid, Holzbalken Mann-an-Mann, leimfrei

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Nachhaltigkeit

Michael Herrmann: »Wir sehen den Leichtbau eher als einen Denk- und Berechnungsansatz«
© B. Gigla

 

Experteninterview

Michael Herrmann: »Wir sehen den Leichtbau eher als einen Denk- und Berechnungsansatz«


Leichtbau gilt als Treiber für Ressourcen- und Energieeffizienz und wird von der Bundesregierung seit mehreren Jahren als Schlüsseltechnologie angesehen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat dazu bereits eine Reihe von Förderprogrammen und Vernetzungsinitiativen auf den Weg gebracht.

Im Interview spricht Prof. Dr.-Ing. Birger Gigla für die Bauen+ mit Prof. Dr.-Ing. Michael Herrmann über innovative Tragwerkslösungen unter den Grundprinzipien des Leichtbaus. Das Interview fasst den Stand zusammen und gibt einen fachlich fundierten Ausblick.

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