AKTUELLE AUSGABE

Energie

Abbildung zum Fachartikel »Sonnenhaus mit zukunftsweisendem Energie- und Baukonzept«
© U. Fickenscher/FeigFotodesign

 

Oliver Berghamer, Uwe Fickenscher

Sonnenhaus mit zukunftsweisendem Energie- und Baukonzept

Aufruf zu einer neuen Zeit des solaren Bauens


Das von Uwe Fickenscher entwickelte Sonnenhaus im oberfränkischen Hof ist ein Green-Building-Projekt mit einem zukunftsweisenden Energie- und Baukonzept, bei dem die Speicherung von Solarenergie eine Hauptrolle spielt. Die Kombination aus Gebäudehülle und Wärmedämmung aus Naturbaustoffen mit einer auf Solarenergie und wenig Biomasse basierenden Energieversorgung führt zu einem niedrigen Primärenergiebedarf von nur 7,7 kWh/m2 pro Jahr.

Energiegewinnungsanlagen und Energiespeicher sind integraler Bestandteil des Gebäudes und führen zu einer außergewöhnlichen und zukunftsweisenden Architektur und Formensprache. Die Architektur verkörpert das Solar-Energie-Konzept. Sie wirbt und informiert ganz selbstverständlich durch ihre Erscheinung für eine neue Zeit des solaren Bauens: Form Follows Energy.


KERNAUSSAGEN

  • Green-Building-Projekt mit einem zukunftsweisenden Energie- und Baukonzept
  • Niedriger Primärenergiebedarf von nur 7,7 kWh/m² pro Jahr
  • Energiegewinnungsanlagen und Energiespeicher sind integraler Bestandteil des Gebäudes
  • Architektur verkörpert das Solar-Energie-Konzept

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Abbildung zum Experteninterview »Zukunft Bau – effiziente Ressourcennutzung«
© Smuda

 

Experteninterview

»Zukunft Bau – effiziente Ressourcennutzung«


Prof. Dr.-Ing. Birger Gigla spricht mit Angelika Smuda, zuständig für Ressourceneffizienz in den Bereichen Bauen, Klima- und Energiepolitik sowie Konsum im Referat »Nationale und grundsätzliche Angelegenheiten der Ressourceneffizienz« im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit über das deutsche Ressourceneffizienzprogramm »ProgRess«, effiziente Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft im Bauwesen.

Bauen+: Frau Smuda, welche Arbeitsschwerpunkte stehen in Ihrem Referat »Grundsätzliche Angelegenheiten der Ressourceneffizienz« im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im laufenden Jahr im Bereich Bauen auf der Tagesordnung?

Angelika Smuda: Grundsätzlich ist unser Referat für die Fortschreibung des deutschen Ressourceneffizienzprogramms »ProgRess« zuständig. Die aktuelle Fortschreibung ProgRess III enthält 118 Maßnahmen, davon zehn in den Bereichen Bauen und Stadtentwicklung. Nachdem ProgRess III im Juni 2020 verabschiedet wurde, geht es jetzt um das Monitoring der Umsetzung der Maßnahmen.

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Brandschutz

Abbildung zum Fachartikel » Herausforderung Brandschutz bei Nachverdichtungen «
© rundzwei Reeg und Dufour Architekten GbR

 

Reinhard Eberl-Pacan

Herausforderung Brandschutz bei Nachverdichtungen

Teil 1: Sicherung und Erstellung ausreichender Rettungswege


In den hoch verdichteten Innenstädten sind Lösungen für den baulichen Brandschutz von Dachgeschossausbauten und Aufstockungen auf engstem Raum gefragt. Dabei stellt sich der Nachweis von Rettungswegen oft als ein kaum zu überwindendes Hindernis dar. Eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten ist daher erforderlich.

Dieser zweiteilige Beitrag behandelt übliche Problemstellen bei Nachverdichtungen im urbanen Bereich. Der erste Teil erläutert Aufgabenstellungen hinsichtlich der Sicherung bzw. Erstellung ausreichender Rettungswege und bei Sonderfällen.


KERNAUSSAGEN

  • Für Aufstockungen und Dachgeschossausbauten müssen zwei unabhängige Rettungswege vorhanden sein.
  • Dachausbauten und Dachaufstockungen scheitern häufig an fehlendem Platz für Rettungswege über Geräte der Feuerwehr (Hubrettungsfahrzeuge).
  • Alternative Möglichkeiten zur Schaffung zweier Rettungswege (z.B. Sicherheitstreppenräume »light«) werden nicht in allen Bundesländern akzeptiert

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Bauakustik

Abbildung zum Fachartikel »Prognoseverfahren zum Schallschutz bei gebäudetechnischen Anlagen«
© Schöpfer, Mayr, Schanda

 

Fabian Schöpfer, Andreas Mayr, Ulrich Schanda

Schallschutz bei gebäudetechnischen Anlagen planen

Praxistaugliches Prognoseverfahren nutzt Übertragungsfunktionen im Holzbau


Die Schallschutzplanung bei Geräuschen aus gebäudetechnischen Anlagen und Installation ist insbesondere im Holzbau eine Herausforderung, denn hierfür existieren noch keine Planungswerkzeuge. Ein Nachweis kann nur durch die Messung im eingebauten Zustand erfolgen. Die aktuellen Planungswerkzeuge im Massivbau finden in der Praxis ebenfalls kaum eine Anwendung, sodass auch hier häufig eine Messung im eingebauten Zustand vorgenommen wird.

Um diese Lücke zu schließen, wurde der Ansatz gemessener Übertragungsfunktionen aufgegriffen und ein praktikables Verfahren für den Holzbau entwickelt, das auch im Massivbau angewendet werden kann.


KERNAUSSAGEN

  • Körperschall ist die dominante Ursache für Geräusche aus gebäudetechnischen Anlagen.
  • Planungswerkzeuge zur Vorhersage des maximalen, A-bewerteten Schalldruckpegels in schutzbedürftigen Räumen fehlen aufgrund der Komplexität der Körperschallübertragung im Gebäude.
  • Ein Katalog aus gemessenen Übertragungsfunktionen kann eine praktikable Möglichkeit zur Prognose von Geräuschen aus gebäudetechnsichen Anlagen darstellen.
  • Datensatz aus dem Holzbau zeigt das Potenzial auf.

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Gebäudetechnik

Abbildung zum Fachartikel »Der Einfluss von Gebäuden auf das gemeinschaftliche Wohnen«
© Wegener et al., 2019

 

Philip von Rüdiger, Moritz Fedkenheuer, Bernd Wegener, Hans Drexler

Der Einfluss von Gebäuden auf das gemeinschaftliche Wohnen

Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt »Wohnformen«


Gemeinschaftliches Wohnen setzt sich sowohl zunehmender Vereinzelung als auch steigendem Ressourcen- und Flächenverbrauch als Lösungsansatz entgegen. Durch geteilte Flächen zu mehr Miteinander, Wohnqualität und Nachhaltigkeit – so das Versprechen.

Für Planerinnen und Planer stellen sich dabei zwei Fragen: In welcher Wechselbeziehung stehen Architektur, Wohnpraxis und Nutzerzufriedenheit? Und: Wie sollte gemeinschaftliches Wohnen entworfen und organisiert werden, um die genannten Erwartungen erfüllen zu können?


KERNAUSSAGEN

  • Gemeinschaftliche Wohnformen existieren in Abhängigkeit von baulichen Gegebenheiten, den Charakteristiken der Gemeinschaft und der organisatorischen Struktur.
  • Die drei Strukturebenen sind miteinander verflochten und bedingen sich wechselseitig.

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Abbildung zum Fachartikel »3-Liter-Regel für Trinkwasserinstallationen auf dem Prüfstand«
© TÜV SÜD

 

Markus Weißenberger

3-Liter-Regel für Trinkwasserinstallationen auf dem Prüfstand

Analyse der aktuellen Normen, Richtlinien und Gerichtsurteile


Drei Liter sind in der Trinkwasserinstallation als Richtgröße für den maximalen nicht durchflossenen Leitungsinhalt bekannt – doch gilt die sogenannte 3-l-Regel allgemein? Unter welchen Voraussetzungen kann von ihr abgewichen werden?

Dieser Beitrag zeigt Maßnahmen auf, die zusätzlich zur Sicherung der Trinkwasserhygiene beitragen. Zudem wird thematisiert, wieso unter bestimmten Bedingungen Spielräume bei der Volumenbegrenzung zulässig sind.


KERNAUSSAGEN

Auf Basis der aktuellen Normen, Richtlinien sowie von Gerichtsurteilen gilt:

  • Wenn ein Rohrleitungsinhalt (Trinkwasser) mit mehr als drei Litern nicht dauerhaft durchströmt wird, kann die Trinkwasserhygiene u.a. durch regelmäßige automatische Spülungen aller Leitungen gewährleistet werden.
  • Die normativen Vorgaben hinsichtlich des Trinkwasserkomforts dürfen unter bestimmten Bedingungen unterschritten werden, u.a. müssen dafür Ausflussstoßzeiten, Entnahmemengen und Temperaturschwankungen rechtssicher vertraglich geregelt sein.

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Ferienhaussiedlung Meerleben
© Matthias Arndt

 

Marc Wilhelm Lennartz

Architektonische Vielfalt in städtebaulicher Einheit

Gemeinsam in Holz – Ökologie und Ökonomie vereint


An der Ostsee hat eine Baugemeinschaft die Ferienhaussiedlung Meerleben mit 14 Häusern in vollökologischer Ständerbauweise errichtet. Der Erwerb, die Planung und die Umsetzung innerhalb der Baugemeinschaft erfolgten im Kollektiv. Die Kombination aus Vereinheitlichung und Reduktion auf das Wesentliche mit städtebaulichem Anspruch verändert die Perspektiven.


KERNAUSSAGEN

  • Das Bauen in Gemeinschaft eröffnet neue Wege im Bauwesen.
  • Das Teilen von Verantwortung erleichtert den komplexen Bauprozess für jede Baupartei.
  • Die Beteiligung der Menschen ermöglicht die Entstehung neuer Nachbarschaften.

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