AKTUELLE AUSGABE

Energie

Abbildung zum Experteninterview »Wenn es Förderungen geben soll, dann muss es sich auch so anfühlen«
© TDH Design

 

Experteninterview

Alexander Lyssoudis: »Wenn es Förderungen geben soll, dann muss es sich auch so anfühlen«


Alexander Lyssoudis kritisiert im Interview mit der Bauen+ die derzeitige Förderpolitik und die angestoßene Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Im Gespräch fordert er, sämtliche Ideen umzusetzen, die es auf einfache Art und Weise ermöglichen, Energieverbräuche zu minimieren und die Anforderungen im GEG deutlich zu verschärfen. Sein Ausblick ist ernüchternd.

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Abbildung zum Fachartikel »Vorbildliches Energiemanagement in einem Schwarzwald-Hotel«
© König

 

Klaus W. König

Vorbildliches Energiemanagement in einem Schwarzwald-Hotel

Am Limit. Aber sicher.


Die Energiewende nimmt Gestalt an, an vielen Stellen gleichzeitig. Das Hotel Sonne-Post im Schwarzwald ist eine solche Stelle. Beste Zutaten, eine hervorragende Zubereitung und geschulte Mitarbeitende sind Voraussetzungen, um ein feines Essen auf den Tisch zu bringen. Ähnlich beim Energiekonzept: Edle Produkte, eine ausgezeichnete Planung und erfahrene Handwerker sind Voraussetzungen für ein nachhaltiges Ergebnis.

Das über 150 Jahre alte Hotel im Hochschwarzwald kann mit beidem aufwarten, feinem Essen und nachhaltigem Energiekonzept, trotz limitiertem Stromnetzanschluss und ausgereizter Geothermie.


KERNAUSSAGEN

Das Hotel Sonne-Post in Waldau / Hochschwarzwald ist mit seinem Energiekonzept eine Referenz für Betriebe, bei denen

  • von fossiler auf regenerative Energie umgestellt wird,
  • ein hoher Anteil von Umweltwärme und Solarstrom gewünscht ist,
  • Bestandsgebäude renoviert oder erweitert werden,
  • ein Anteil Wärme mit hohem Temperaturniveau benötigt wird,
  • Leistungsengpässe beim Elektro-Hausanschluss zu erwarten sind,
  • redundante Lösungen im Fall von Stromengpässen am Markt gewünscht sind,
  • bei Stromüberschuss am Markt Wärmespeicher nützlich sind.

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Brandschutz

Abbildung zum Fachartikel »Brandschutz und Holzbau: Die Erde ist keine Scheibe«
© Andreas Meichsner

 

Reinhard Eberl-Pacan

Brandschutz und Holzbau: Die Erde ist keine Scheibe

Die neue Holzbaurichtlinie kommt über die bekannten Vorurteile gegen Holz nicht hinweg


Die in die Jahre gekommene »Holzbaurichtline« (M-HFHHolzR) vom Juli 2004 wurde im Juni 2021 durch eine neue »Muster-Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Bauteile und Außenwandbekleidungen in Holzbauweise (MHolzBauRL)« abgelöst. Die Neuauflage bringt zwar ein paar Neuerungen, hält im Übrigen aber an unverhältnismäßig hohen Brandschutzanforderungen fest, die den Holzbau in der Praxis eher behindern als fördern. Mehr noch: Viele Regelungen darin sind in etwa so überholt wie der Glaube, dass die Erde eine Scheibe sei.


KERNAUSSAGEN

  • Sinn und Aufgabe einer Holzbaurichtline wäre es, eine praxisgerechte Technische Regel über die grundsätzlichen Anforderungen an Holzbauten zu schaffen.
  • Die Neuauflage der MHolzBauRL hält jedoch an unverhältnismäßig hohen Brandschutzanforderungen fest, die den Holzbau in der Praxis eher behindern als fördern.
  • Insgesamt geht die Richtlinie weit über die in den Bauordnungen gesellschaftlich vereinbarten Schutzziele hinaus. Hier werden sieben dringende Handlungsfelder aufgezeigt, in denen die MHolzBauRL zügig und massiv nachgebessert werden muss.

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Bauakustik

Abbildung zum Fachartikel »Schalldämmung von Fenstern und Vorhangfassaden«
© ift Rosenheim

 

Joachim Hessinger

Schalldämmung von Fenstern und Vorhangfassaden

Anforderungen und Nachweisverfahren


Die Schalldämmung von Fenstern und Fassaden ist ein wichtiger Aspekt bei Planung und Nachweis eines ausreichenden Schallschutzes in Gebäuden. Dieser Artikel gibt einen Überblick unter Berücksichtigung der Festlegung der Anforderungen sowie der Nachweisverfahren.


KERNAUSSAGEN

  • Der Nachweis eines ausreichenden Schallschutzes nach DIN 4109 wird in der Regel rechnerisch geführt.
  • Für den Nachweis benötigt man die Schalldämmung von Fenster und Vorhangfassade als Bauteilkenngröße.
  • Die Bauteilkenngrößen können über Laborprüfungen oder Tabellenwerke ermittelt werden.

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Gebäudetechnik

Abbildung zum Fachartikel »Viele Gebäude sind nicht startklar für die E-Mobilität«
© TÜV SÜD

 

Alexander Kleinmagd, Stefan Veit, Markus Weißenberger

Viele Gebäude sind nicht startklar für die E-Mobilität

Wie Bauplaner E-Ladeplätze richtig vorrüsten und so Kosten sparen


Über ein Jahr nach Inkrafttreten ist das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) noch nicht in der Praxis angekommen. Viele Baubeteiligte übersehen die Pflicht, bei Neubauten oder größeren Renovierungen E-Ladeplätze oder die dafür erforderliche Infrastruktur zu schaffen. Welche gesetzlichen Bestimmungen, Ausnahmen, Risiken und Lösungswege bestehen dabei? Das Beispiel eines Mehrfamilienhauses gibt Antworten.


KERNAUSSAGEN

  • Seit März 2021 gilt das GEIG bei Neubau und Renovierung von Nichtwohn- und Wohngebäuden.
  • Die Anforderungen sind komplex und betreffen den Brandschutz, die Bautechnik sowie die Elektro- und Gebäudetechnik.
  • Sind Ladeplätze oder deren Infrastruktur nicht vorgerüstet, haben beispielsweise Wohnungskäufer einen Anspruch auf Nachrüstung bzw. können Kosten für die Mängelbeseitigung geltend machen.
  • Planer und Projektentwickler sollten die Anforderungen frühzeitig prüfen lassen und Ausbaukapazitäten vorhalten.
  • Lademanagementsysteme und ihre Systemkompatibilität sind entscheidend für die spätere Einrichtung weiterer Ladepunkte.
  • Die nötige Leistung und Anschlusskapazität muss über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes geplant und mit dem Energieversorger abgestimmt werden.
  • Eine unabhängige Prüforganisation unterstützt bei der Umsetzung und Prüfung der Vorgaben.

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Abbildung zum Fachartikel »Viele Gebäude sind nicht startklar für die E-Mobilität«
© Schack et al.

 

Tobias Schack, Ludger Lohaus, Holger Höveling und Peter Thiessen

Tragfähigkeit von Drahtankern in gelochten Mauersteinen

Einfluss der Ankerpositionierung zur Lochanordnung


Die Verbindung zwischen Verblend- und Hintermauerschale von zweischaligem Mauerwerk zur Aufnahme der Lasten aus Windsog und -druck kann gemäß DIN EN 1996-1-1 [1] in Verbindung mit DIN EN 1996-1-1/NA [2] über Drahtanker sichergestellt werden.

Bei Verwendung von Mauersteinen mit Lochung kann die Positionierung der Drahtanker zur Lochanordnung einen großen Einfluss auf die Tragfähigkeit der Anker haben.

Im Vergleich zur Verwendung bei Vollsteinen sind verminderte Tragfähigkeiten insbesondere dann zu erwarten, wenn die Drahtanker im Lochbereich selbst oder in direkter Nähe positioniert werden.


KERNAUSSAGEN

  • Die Positionierung von Drahtankern zur Lochanordnung der Mauersteine besitzt einen signifikanten Einfluss auf die Zug- und Drucktragfähigkeit der Drahtanker.
  • Eine Positionierung der Drahtanker im Bereich des Grifflochs der unteren Steinreihe ist zu vermeiden.

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Abbildung zum Fachartikel »ESO Supernova Garching: Architektur mit Symbolcharakter«
© ESO Supernova / P. Horálek

 

Eva Maria Mittner

ESO Supernova Garching: Architektur mit Symbolcharakter

Rund geformte Silhouette stellte enorme Anforderungen an Planung und Bauausführung


Ein Gebäudekomplex mit einzigartigem Innenleben wurde nach zweieinhalbjähriger Bauzeit im April 2018 eröffnet. Die Erlebniswelt »ESO Supernova Planetarium & Besucherzentrum« in Form eines Doppelsternsystems beinhaltet eine astronomische Bildungseinrichtung im Hochschul- und Forschungszentrum in Garching bei München.

Das futuristische Gebäude vermittelt die faszinierenden Welten von Astronomie und Astrophysik. Schon die eindrucksvolle Form des Bauwerks ist ein spektakulärer Anblick.


KERNAUSSAGEN

  • Intensive Zusammenarbeit aller Experten – speziell bei den Themenfeldern »BIM-Prozesse« und »BIM-Parametrik«
  • Sonderschalungen stellten enorme Anforderungen an Planung und Bauausführung
  • Kombination von Fernwärme und Geothermie für die Wärmeversorgung

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