AKTUELLE AUSGABE

Experteninterview

Dr. Christine Lemaitre – Experteninterview »Uns wird eine gewisse Unruhe nachgesagt, aber den einen festen Standard gibt es bei uns nicht«
© DGNB

 

Experteninterview

Christine Lemaitre: »Uns wird eine gewisse Unruhe nachgesagt, aber den einen festen Standard gibt es bei uns nicht«


Dr. Christine Lemaitre ist geschäftsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. Im Interview mit Reinhard Eberl-Pacan blickt sie auf 15 Jahre erfolgreiche Arbeit der DGNB e.V. zurück und gibt Einblicke in die derzeitigen Aktivitäten sowie Planungen der Gesellschaft.

weiterlesen

Energie

Abbildung zum Fachartikel »Das Eisbärhaus: Ein Musterbeispiel für nachhaltiges Bauen«
© Bankwitz GmbH

 

Volker Auch-Schwelk

Das Eisbärhaus: ein Musterbeispiel für nachhaltiges Bauen

Enkelgerecht planen und bauen heißt klimapositiv bauen


Der Bauteil C des Eisbärhauses in Kirchheim unter Teck erreichte die höchste bisher vergebene Bewertung einer DGNB-Zertifizierung. Es ist mit Blick auf Klimaschutz, Ressourcenschonung, Flexibilität und Artenschutz vorbildlich. Gute Wärmedämmung, Wärmepumpe, Bauteilaktivierung, Wärmerückgewinnung und Photovoltaik des Gebäudes sind die Grundlage für die klimapositive Bilanzierung.


KERNAUSSAGEN

  • 50 Prozent Autarkie bei der Stromversorgung über das gesamte Jahr betrachtet
  • Klimaneutrale Konstruktion und weitgehend kreislauf­fähige Materialien
  • Nutzungsmischung und flexibel für Wohnen oder Büros nutzbar
  • Regenwassernutzung und Artenschutz
  • Höchste je erreichte Bewertung in einem DGNB-Zertifikat

weiterlesen

Fachartikel »Sanierung und Umbau eines Geschäftshauses unter Denkmalschutzbedingungen«: Geschäfthaus am Kurfürstendamm 15, Berlin
© Stefan Müller

 

Hans-Ulrich Schlesinger

Modernisierung und Umbau eines Geschäftshauses unter Denkmalschutzbedingungen

Erstes denkmalgeschütztes Gebäude erreicht den DGNB-Standard »Platin«


Das unter Denkmalschutz stehende Berliner Geschäftshaus am Kurfürstendamm 15 wurde von 2017 bis 2021 umgebaut und modernisiert. Ziel war es, die Baukonstruktion, Bautechnik und Bauweise sowie die Materialien des Gebäudes zu erhalten. Gleichzeitig sollte eine Ertüchtigung in den Bereichen Brandschutz und Schallschutz stattfinden.

Während im Erdgeschoss Einzelhandel angesiedelt wurde, befinden sich in den Obergeschossen Büros. Das Gebäude wurde als erstes denkmalgeschütztes Gebäude weltweit mit der DGNB-Zertifizierung in Platin ausgezeichnet. Bauherr war die CENTRUM Gruppe aus Düsseldorf, die Planung für die denkmalgerechte Sanierung wurden von dem Berliner Büro Petra und Paul Kahlfeld Architekten erarbeitet.


KERNAUSSAGEN

  • Hochwertige Ausführung von Denkmalschutzmaßnahmen
  • Nutzerkomfort, Barrierefreiheit und Raumluftqualität wurde ebenso ein hoher Stellenwert eingeräumt wie der Nachhaltigkeit
  • Erstes denkmalgeschütztes Gebäude, das die DGNB-Zertifizierung in Platin erhalten hat

weiterlesen

Brandschutz

Abbildung zum Fachartikel »Brandschutzlösungen bei hohen Holzgebäuden«
© Kaden + Lager

 

Dirk Kruse

Brandschutzlösungen bei hohen Holzgebäuden

Das SKAIO – ein Hochhaus in Holzhybridbauweise


Mit der Novellierung der Landesbauordnung Baden-Württemberg wurde die Grundlage für den Bau des SKAIO, des ersten Hochhauses in Holzhybridbauweise, im neuen Heilbronner Stadtteil Neckarbogen geschaffen.

Wie die Brandschutzlösungen für das mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2020 der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. ausgezeichnete Wohngebäude aussehen, zeigt dieser Beitrag.


KERNAUSSAGEN

  • Die Holzbauweise folgt bei hohen Holzgebäuden der bekannten (Stahl-)Skelettbauweise.
  • Brandschutzanforderungen stellen für die Holzbauweise keine unüberwindbaren Hindernisse dar.

weiterlesen

Bauakustik

Innenansicht Alnatura Arbeitswelt
© Brigida Gonzalez

 

Dennis Wendel, Christoph Hämmerling, Martin Haas, Lynn Mayer

Ein ausgefeiltes Akustikkonzept für die Alnatura Arbeitswelt

Offener, einfacher, ressourcenschonender und für den Menschen konzipierter Neubau


In Darmstadt ist mit der Alnatura Arbeitswelt ein architektonischer Meilenstein in puncto Nachhaltigkeit, Materialeffizienz, Offenheit und moderner Arbeitsformen entstanden. Zu seinen Besonderheiten zählt der Einsatz einer innovativen Stampflehmfassade, die weltweit erstmals mit einer geothermischen Wandheizung belegt wurde. Außergewöhnlich ist auch die schallwirksame Holzlamellendecke, die das Atrium und die komplett offen gehaltenen Büroflächen überspannt.


KERNAUSSAGEN

  • Gelungene Kombination aus Raumakustik und räumlichen Bezügen
  • Ein erfolgreiches Projekt mit Großraumbüro und großzügigem Atrium ohne Kompromisse bei der Raumakustik
  • Akustische Behaglichkeit für 500 Mitarbeiter bei offener Gebäudestruktur, die man sonst nur aus kleineren Raumsituationen kennt

weiterlesen

Gebäudetechnik

Häuser in Bad Aiblingen aus dem Forschungsprojekt »Einfach Bauen«
© Florian Nagler Architekten

 

Thomas Auer

Wie viel Technik benötigt ein Gebäude?

Anforderungen an nachhaltige, robuste und gleichzeitig komfortable Architektur


Die Komplexität hat im Bauen stetig zugenommen. Dies führt zwangsläufig zu höheren Baukosten und zu Fehlern. Bezogen auf die Gebäudetechnik bedeutet das einen erhöhten Energieverbrauch und Komforteinbußen.

Beispiele wie das Forschungsprojekt »Einfach Bauen« zeigen, wie man sich der Spirale entziehen kann. Architektur muss jedoch auch die Nutzung erneuerbarer Energiequellen ermöglichen, was eine gestalterische Herausforderung ist. Die Kombination ist kein Widerspruch und lässt sich mit Robustheit beschreiben.


KERNAUSSAGEN

  • Eine natürliche Lüftung und passive Kühlung führen tendenziell zu einem robusten Betriebsverhalten und einer besseren Nutzerzufriedenheit.
  • Zur Vermeidung hoher Lebenszykluskosten und eines »Performance Gap« muss Bauen wieder einfacher werden.
  • Im Kontext der Nachhaltigkeit und gesundheitsfördernder Raumkonditionen sind Komfortansprüche bzw. vermeintliche Komfortansprüche neu zu justieren.
  • Eine regenerative Energieerzeugung muss in die gebaute Umwelt integriert werden; dies ist eine gestalterische Herausforderung, der Architekten und Ingenieure mit viel Kreativität begegnen müssen.

weiterlesen

Suffizienz und Lowtech: Green Economy Gründerzentrum Bremerhaven
© Partner und Partner + GRAU Visuals

 

Angèle Tersluisen

Suffizienz und Lowtech

Das Beispiel »Gründerzentrum Green Economy Bremerhaven«


Die vergangenen Jahrzehnte sind geprägt von der Technisierung unserer Gebäude. Probleme im Betrieb, einhergehend mit erhöhten Realverbräuchen, Einregulierungs-, Instandhaltungs- und Wartungskomplikationen sowie fehlender Nutzerakzeptanz, addieren sich mit dem stetig wachsenden Flächen- und Raumbedarf.

Es stellt sich die dringliche Frage, wie Nachhaltigkeit aussehen kann, die sparsam und mit geringem technischem Aufwand Ressourcen und das Klima schont und gleichermaßen dem Nutzer und dessen Bedürfnissen dient. Eine Antwort liefert das Green Economy Gründerzentrum in Bremerhaven.


KERNAUSSAGEN

  • Suffizienz fordert Präzision im Entwurf, teils auch neue Raumkonzepte, um bei geringem Flächenverbrauch erfüllende Raumqualitäten zu ermöglichen.
  • Das Entwickeln suffizienter Lowtech-Architekturen fordert ein Umdenken im Planungsprozess.
  • LCA, LCC, Simulationen und Bilanzierungen dienen als phasenbegleitende Optimierungswerkzeuge.

weiterlesen

NEWSLETTER

Der Newsletter für Energie, Brandschutz, Bauakustik und Gebäudetechnik informiert Sie alle zwei Wochen über branchenspezifische Nachrichten und Entwicklungen.

zur Newsletter-Anmeldung

AKTUELLE AUSGABE

BAUEN+ E-JOURNAL

zur Informationsseite Bauen+-App/E-Journal

Die Bauen+ gibt es auch digital für Desktop, Tablet und Smartphone.

mehr Informationen
Zurück zum Seitenanfang