AKTUELLE AUSGABE

Energie

© Gruhler, Reichenbach, Steinmetzer, Schiller

 

Karin Gruhler, Jan Reichenbach, Sonja Steinmetzer, Georg Schiller

Wo steht das Recycling von Bauprodukten energetisch?

Beim Recycling anfallender Energieaufwand von der Aufbereitung des Bauabbruchs über seine Weiterverarbeitung bis zum neuen Bauprodukt


Die Analyse von ausgewählten Bauprodukten zeigt, dass Recycling nicht nur natürliche Rohstoffe schont, sondern in den überwiegenden Fällen Energie spart und damit auch klimaschonend ist. Entscheidend sind dabei u.a. die Qualität des Abbruchmaterials sowie die Qualitätsanforderungen der neuen Einsatzvariante. Hierbei ist jedes Bauprodukt aufgrund seiner Spezifik und Besonderheiten einzeln zu betrachten.


KERNAUSSAGEN

  • Recycling ist ressourcenschonend und oftmals auch energetisch vorteilhaft. Jedoch ist jedes Bauprodukt aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften und Besonderheiten im Hinblick auf Ressourcen- und Klimaschutz individuell zu betrachten.
  • Die Qualität des Abbruchmaterials und die Anforderungen an das Recyclingmaterial beeinflussen den Energieaufwand maßgeblich. Damit unterscheiden sich die Energiebilanzen zwischen Bauprodukten stark.
  • Bei entsprechendem Ausgangsmaterial kann der Energievorteil bei nicht so »hochwertiger« Rezyklat-Verwendung durchaus deutlich sein.

weiterlesen

Möglichkeiten und Voraussetzungen für eine Solarpflicht
© MEV-Verlag

 

Gabriele Purper

Möglichkeiten und Voraussetzungen für eine Solarpflicht

Bestehende und gesetzlich mögliche Regelungen


Seit Jahrzehnten bestehen Förderangebote für den Einbau von Photovoltaik- und solarthermischen Anlagen. Um die gesteckten Klimaziele zu erreichen, genügen die derzeit installierten Anlagen aber nicht. Es fehlen überzeugende Maßnahmen, um den Ausbau an erneuerbaren Energien im erforderlichen Umfang voranzubringen. Welche gesetzlichen Regelungen erforderlich sind und welche Konzepte jetzt umgesetzt werden müssen, zeigt dieser Beitrag.


KERNAUSSAGEN

  • Ein massiver Ausbau der Photovoltaik als Baustein der Energiewende ist erforderlich.
  • Für Installationen von PV-Anlagen in Neubauten und bei Sanierungen von Gebäude ist eine gesetzliche Grundlage erforderlich.
  • Als Voraussetzungen müssen vereinfachte Verfahren und eine stabile auskömmliche Vergütung festgelegt werden.

weiterlesen

Das Konzept der vorgefertigten Bauelemente ist auch für die energetische Renovierung von Gebäuden geeignet
© Ennogie ApS

 

Experteninterview

Ove Mørck:»Das Konzept der vorgefertigten Bauelemente ist auch für die energetische Renovierung von Gebäuden geeignet«


Der Bauphysiker und Energieexperte Ove Mørck berichtet im Interview mit Melita Tuschinski für die Bauen+ über das internationale Projekt MORE-CONNECT und welche Herausforderungen dabei gelöst wurden. Das Projekt zeigt, dass vorgefertigte Fassadenelemente auch für die energetische Renovierung von Gebäuden eingesetzt werden können.

Dänemark war schon in den 1990er-Jahren Vorreiter mit Blick auf die energiesparrechtlichen Vorschriften für Gebäude. Das zeigte sich bereits im Rahmen des Projekts RENARCH Renewable Energy in Architecture (Erneuerbare Energie in der Architektur), als die Autorin die deutsche Wärmeschutzverordnung (WSchVO 1995) mit den Vorschriften in Frankreich und Dänemark verglich.

weiterlesen

Brandschutz

© Bernhard Strauss

 

Susanne Jacob-Freitag

Stützen aus Bau-Buche: Berechenbar im Brandfall

Ein starker Partner beim Brandschutz


Die Abmessungen von Bau-Buche-Stützen lassen sich so dimensionieren, dass sie auch im Brandfall ihre Tragfähigkeit behalten. Sie hängen, außer von den aufzunehmenden Lasten, auch von der Feuerwiderstandsdauer ab, die die Bauteile erfüllen müssen. Bau-Buche-Stützen können in Sachen Brandschutz sogar mit Stahlbeton-Stützen konkurrieren.


KERNAUSSAGEN

  • Die Dicke der umgebenden Holzschicht ist abhängig von der geforderten Feuerwiderstandsdauer.
  • Bei Brand schützt die Kohleschicht den tragenden Kern einer Bau-Buche-Stütze wie ein Mantel.
  • F90-Bau-Buche-Stützen können ab Querschnitten von 40 cm x 40 cm Stahlbetonstützen der gleichen Abmessungen ersetzen.

weiterlesen

Bauakustik

Schalldämmung von opaken Ausfachungen (Paneelen)
© Tiberius Gracchus – stock.adobe.com

 

Bernd Saß

Schalldämmung von opaken Ausfachungen (Paneelen)

Erarbeitung eines Bauteilkatalogs


Für Paneele in Vorhangfassaden, sogenannte opake Bauteile, lassen sich Angaben zur Luftschalldämmung bislang nur anhand von Messungen im Labor nachweisen. Um Nachweismöglichkeiten ohne Prüfung zu schaffen, wurde vom ift Rosenheim ein Forschungsprojekt durchgeführt, bei dem bestehende Messdaten analysiert und durch Laborprüfungen ergänzt wurden. Ergebnis des Projekts sind Planungstabellen, die in die bauakustische Normung Eingang finden sollen.


KERNAUSSAGEN

  • Datenanalyse und messtechnische Untersuchungen an Paneelen
  • Rechnerische Nachweismöglichkeit der Schalldämmung von Paneelen
  • Bauteilkatalog für Paneele zur Einarbeitung in DIN 4109

weiterlesen

Gebäudetechnik

Forschungsprojekt ›Einfach Bauen‹«
© Sebastian Schels

 

Tilmann Jarmer, Anne Niemann

Nicht simpel, sondern durchdacht: Forschungsprojekt »Einfach Bauen«

Klimagerechtes Forschungshaus aus Leichtbeton zeigt, dass es einfach geht


Das erste von drei Forschungshäusern aus dem Projekt »Einfach Bauen« steht im Null-Emissions-Quartier in Bad Aiblingen. Das Gebäude aus Leichtbeton ist robust, langlebig und technikarm, ohne dabei auf die Nutzerzufriedenheit oder den Wert der Schönheit zu verzichten. Die Forschenden der Technischen Universität München setzen bei der Entwicklung parallel in den drei Projektebenen Entwurf, Konstruktion und Bauprozess an.


KERNAUSSAGEN

  • Die Strategie »Einfach Bauen« nutzt schon im Entwurf die Mittel der Architektur, um ein klimagerechtes Gebäudekonzept zu entwickeln.
  • Die Konstruktion folgt den Eigenschaften der verwendeten Baumaterialien und fügt diese mit einfachen Details zu einem robusten Bauwerk.
  • Die Arbeitsfolgen der Bauausführung – also das eigentliche Bauen – sind von Anfang an wichtiger Maßstab für Projektentscheidungen.

weiterlesen

Umsetzung von New-Work-Konzepten mit Smart Building
© Goldbeck

 

Niels Bartels, Gerhard Weilandt

Umsetzung von New-Work-Konzepten mit Smart Building


Unsere Gesellschaft entwickelt sich von einer Industrie- zu einer Wissensgesellschaft. Auch die Globalisierung, der demografische Wandel und die Digitalisierung bedingen Transformationsprozesse, die grundlegende Auswirkungen auf unsere Lebens-und Arbeitswelten haben. In diesem Zusammenhang fällt immer häufiger der Begriff »New Work«, der im allgemeinen Verständnis für eine nachhaltige Veränderung der Arbeitswelt steht. Es geht um eine Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf, um Organisationsstrukturen und Arbeitszeitmodelle und um neue Konzepte zur Gestaltung von Arbeitsplätzen.


KERNAUSSAGEN

  • Moderne Arbeitswelten bilden die Grundlage für optimierte Einzel- und Teamarbeit.
  • Smart-Building-Lösungen unterstützen durch die Nutzung von Daten bei der Umsetzung von modernen Arbeitswelten.
  • Das Facility Management kann die Daten nutzen, um ein optimales Arbeitsumfeld für die Nutzer bereitzustellen.

weiterlesen

NEWSLETTER

Der Newsletter für Energie, Brandschutz, Bauakustik und Gebäudetechnik informiert Sie alle zwei Wochen über branchenspezifische Nachrichten und Entwicklungen.

zur Newsletter-Anmeldung

AKTUELLE AUSGABE

BAUEN+ E-JOURNAL

zur Informationsseite Bauen+-App/E-Journal

Die Bauen+ gibt es auch digital für Desktop, Tablet und Smartphone.

mehr Informationen
Zurück zum Seitenanfang