AKTUELLE AUSGABE

Energie

© AIBau

 

Ralf Spilker, Géraldine Liebert

Sonnenenergie gewinnen und Regensicherheit erhalten

Häufige Fehler und deren Vermeidbarkeit anhand typischer Schadensfälle


In einigen Fällen führt der Einbau von Solaranlagen zu Mängelstreitigkeiten zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern, selten auch zu schwerwiegenden Bauschäden. Das Regelwerk hat sich nur zögerlich angepasst, was Anlass war, häufige Fehler und deren Vermeidbarkeit anhand typischer Schadensfälle darzustellen und aufzubereiten [1]. Die Fallbeispiele wurden auf der Basis einer nicht repräsentativen Umfrage unter zumeist öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, die ihre Begutachtungen unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben, zusammengestellt.

KERNAUSSAGEN

  • Es besteht ein hohes Schadensrisiko bei unzureichender Regensicherheit des bestehenden Dachs.
  • Die Bearbeitung der Deckmaterialien muss fachgerecht erfolgen.
  • Fachregeln des Dachdeckerhandwerks müssen ergänzt werden.

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Brandschutz

© Eberl-Pacan Architekten + Ingenieure Brandschutz


Reinhard Eberl-Pacan

Brandschutz für »grüne« Fassaden

Gefährdungspotenzial durch Fassaden- bzw. Vertikalbegrünungen an Gebäuden


Der Klimawandel und die zunehmende Verdichtung in städtischen und ländlichen Gebieten, z.B. in innerstädtischen Kerngebieten oder dezentralen Industriegebieten, führen zu einem erhöhten Mangel an Grünflächen. Fassadenbegrünungen können hier Abhilfe schaffen. Sie sind einfach umsetzbar und tragen zur effizienten Begrünung einer Stadt oder eines tristen Industriestandorts bei. Wie für alle anderen Fassadensysteme (z.B. hinterlüftete Fassaden oder WDV-Systeme) sind jedoch auch bei Fassadenbegrünungen brandschutztechnische Überlegungen anzustellen, um die Sicherheit der Fassaden und Gebäude nicht zu gefährden.

KERNAUSSAGEN

  • Fassadenbegrünungen tragen zur effizienten Begrünung einer Stadt oder eines tristen Industriestandorts bei.
  • Beim Brandschutz für Fassadenbegrünungen spielen sowohl das Brandverhalten der eingesetzten Systemkomponenten als auch eine mögliche horizontale oder vertikale Brandweiterleitung über die Fassade eine wichtige Rolle.
  • Eine Hilfestellung für den Brandschutz bei Fassadenbegrünungen bietet Tab. 2 in diesem Beitrag.

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© STEICO SE

 

Elisabeth Suttner, Michael Rauch, Norman Werther, Veronika Hofmann, Stefan Winter

Biogene Dämmstoffe im Brandfall

Neue Methoden zur Heißbemessung von Holztafelkonstruktionen mit biogenen Dämmstoffen


Der Baubereich fordert energetisch optimierte, wirtschaftliche und aufgrund steigenden ökologischen Bewusstseins ebenso ressourceneffiziente und nachhaltige Konstruktionen. Dadurch rückt der Einsatz nachwachsender biogener Baustoffe mit deren ökologischen Vorteilen zunehmend in den Fokus.

KERNAUSSAGEN

  • Auch biogene Dämmstoffe können einen nachweisbaren Beitrag zum Feuerwiderstand von Holztafelbauteilen leisten.
  • Mit dem weiterentwickelten Verfahren der CAM/SFM ist dieser Beitrag nun auf standardisierte Weise sowie herstellerneutral möglich.

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Bauakustik

© IFA

 

Jan Selzer

Akustische Gestaltung von Büroumgebungen

Teil 3: Messung und Beurteilung von Mehrpersonenbüros


Eine gute Akustik im Büroraum beginnt mit einer komplexen Planungsphase. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Analyse und Berücksichtigung der Tätigkeiten, die später im Büro ausgeübt werden sollen. Bestehende Büros müssen auf Basis von Messungen beurteilt werden können. Die Anforderungen an die Messung, deren Umsetzung und die damit verbundenen Schwierigkeiten werden vorgestellt und mit Beispielen aus der Praxis verdeutlicht.

KERNAUSSAGEN

  • Die Umsetzung der Anforderungen von Regelwerken bergen Schwierigkeiten bei Messungen in Mehrpersonenbüros.
  • Befragungen der Beschäftigten sind eine sinnvolle Ergänzung zu den büroakustischen Messungen und können helfen, zielführende Optimierungsmaßnahmen zu finden.
  • Die Beurteilung der Eignung von Mehrpersonenbüros können zwischen ASR A3.7 und VDI 2569 deutlich voneinander differieren.

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Gebäudetechnik

© IBA’27 / Sven Weber

 

Experteninterview

»Ich schlafe in der Fabrik und produziere in der Wohnung«


Andreas Hofer, Intendant der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart, ordnet im Interview mit Klaus-Jürgen Edelhäuser die IBA'27 ein und erklärt, welche Fragen das Team rund um die Bauausstellung vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Veränderungen beschäftigen.

Bauen+: Die Internationale Bauausstellung war in der Vergangenheit oft das Merkmal einer neuen Epoche oder einer Wende im Bauwesen. In Stuttgart setzte die Werkbundausstellung 1927 mit der Weißenhofsiedlung deutliche Zeichen des »Neuen Bauens« und läutete hier mit namhaften Architekten wie Mies van der Rohe, Walter Gropius, Le Corbusier und Hans Scharoun die Industrialisierung des Bauens, neue Bautechniken und neue Wohnformen ein. Nun, hundert Jahre später, gibt es in Stuttgart mit der IBA'27 eine neue Internationale Bauausstellung. Wird das wieder eine neue Epoche?

Andreas Hofer: Es ist schon auffällig, dass Bauausstellungen in Deutschland häufig in Phasen gesellschaftlicher Umbruchsituationen stattfanden – und das passiert auch jetzt. Meine Vorgänger haben hierfür einmal den Begriff des »präventiven Strukturwandels« benutzt, um das zu beschreiben, was wir hier tun. Dass wir im Moment gesellschaftlich in einer Umbruchsituation sind, war absehbar und bestätigt sich. Wir möchten uns mit der IBA natürlich mit diesen Themen auseinandersetzen. Durch »Corona« hat dieser Umbruch in gewisser Weise nun auch eine Beschleunigung erfahren.

Die IBA'27 hat dabei auch viel mit Technologie zu tun. Man hat in der Bauwirtschaft lange über die Digitalisierungsprozesse gesprochen, sie wurden aber eigentlich nie zu einer durchgängigen Kette. Jetzt beginnen diese Prozesse wirklich zu greifen. Bauen ist ja eines der konservativsten Gewerbe mit einem sehr niedrigen Industrialisierungs- und Digitalisierungsanteil. Gerade auch in Stuttgart besteht eine lange Tradition mit Konstruktionen und neuen Materialien – z.B. dem Leichtbau. Auch da, denke ich, kommt im Moment sehr vieles zusammen, das vermutlich schon die gebaute Umwelt verändern und prägen wird.

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© Jack Hobhouse

 

Marc Wilhelm Lennartz

Massivholzbau auf der Höhe der Zeit

Das Lehrschwimmbad der City of London Freemen's School in Ashtead, Großbritannien


Nach einem Brandschaden wurde der Neubau eines Schulschwimmbads in England in Holz ausgeführt. Die statisch ausdrucksstarke Dachgeometrie hat einen dynamischen Raum erschaffen, der von dem nachwachsenden Baustoff determiniert wird.

KERNAUSSAGEN

  • Das Holz trägt, dämmt, schaut prächtig aus und erschafft ein angenehmes Raumklima.
  • Der hohe Vorfertigungsgrad der Bauelemente dezentralisiert den Bauprozess und minimiert die Risiken.

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© Schulz & Schulz Architekten

 

Klaus W. König

Neue Grundsätze der Regenwasserbewirtschaftung

Zwei Betriebshöfe erfüllen die künftigen Erfordernisse der lokalen Wasserbilanz schon heute


In Zukunft spielt bei der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung neben der Entwässerungssicherheit (Quantitätsaspekt) und der Behandlung des Regenabflusses (Qualitätsaspekt) v.a. die lokale Wasserbilanz eine zentrale Rolle. Das wird nur mithilfe begrünter Dächer gelingen. Die zugehörige Regel der Technik, DWA-A 102, ist derzeit in Vorbereitung.

KERNAUSSAGEN

  • Das in Betriebshöfen von Oberflächen abfließende Wasser muss behandelt werden.
  • Begrünte Dachflächen bringen Vorteile für den Wasserkreislauf und das Mikroklima. Zugleich verringern sie Temperaturschwankungen in der Gebäudekonstruktion.
  • Das Nutzen der Grundwasserbrunnen ist beim TZ Heiterblick erst dann zulässig, wenn die Regenwasservorräte aufgebraucht sind.

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