AKTUELLE AUSGABE

Energie

© Armin Buhl


Eva Maria Mittner

Dreigeschossiges Verwaltungsgebäude aus Holz

Holzbau als moderne Visitenkarte


Die 10 Meter hohe dreigeschossige Konstruktion eines in Holzbauweise errichteten Büro- und Verwaltungsgebäudes ist ein ungewöhnliches Bauwerk und zeigt, wie viel Potenzial im Naturbaustoff Holz steckt. Das Unternehmen kam durch den flexiblen Baustoff schnell zum energieeffizienten Gebäude.

KERNAUSSAGEN

  • Beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft mit modernen atmosphärischen Büroräumen und intelligenter Energietechnik.
  • Für das Unternehmen ein neuer Auftritt in bewährter Holzbauweise.

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Brandschutz

© Mingyi Wang


Mingyi Wang

Brandschutz, Normen und Digitalisierung

Regeln und Normen als konstruktive Leitplanken zur Optimierung der Bauprozesse


Die rasante Entwicklung neuer Technologien macht es erforderlich, Normen als bewährten Qualitätsstandard schneller und ggf. mit einem angepassten Fokus zu erarbeiten, zu veröffentlichen und fortzuschreiben. Zugleich stehen die am Bau Beteiligten vor der Herausforderung, den Überblick über die umfangreichen und zunehmenden Anforderungen an Bauwerke und deren Lebenszyklus samt konkretisierenden Normen zu behalten. Eine effektive Unterstützung hierfür kann eine systematische Digitalisierung bautechnischer Regeln und Normen sowie ihre Bereitstellung bei der BIM-Anwendung bieten.

KERNAUSSAGEN

  • Normen haben sich in der Baupraxis als Qualitätsstandard bewährt, u.a. zur Konkretisierung gesetzlicher Anforderungen.
  • Die zunehmenden Anforderungen an Bauwerke und ihre zum Teil komplexen Wechselwirkungen stellen die am Bau Beteiligten vor Herausforderungen.
  • Digitale Bereitstellung normativer Festlegungen bei der BIM-Anwendung kann deren umfassende Anwendung systematisch unterstützen.

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Thomas Scherer, Catherina Thiele, Dirk Lorenz

Leitungsdurchführungen im Holzbau

Abschottungen Holz-in-Holz


Im Forschungsprojekt »LeitHolz« wurden die Grundlagen zur Durchführung von Leitungen durch Holzbauteile ermittelt. Der Schwerpunkt lag darauf, Schwachstellen und Versagensmechanismen von Leitungsabschottungen in Holzbauteilen kennenzulernen. Grundidee für das Forschungsprojekt war die Methode »Holz-in-Holz«. Bei dieser Methode erfolgt die Leitungsdurchführung in einem Holzmodul mit definierten Eigenschaften. Die Leitungsabschottung findet innerhalb des Holzmoduls statt.

KERNAUSSAGEN

  • Der Holzbau wird durch fehlende konstruktive Detaillösungen gehemmt.
  • Leitungsabschottungen im Holzbau werden aktuell mit einer gewerkübergreifenden Lösung ausgeführt.
  • Das Forschungsprojekt »LeitHolz« stellt einen gewerktreuen Lösungsvorschlag mit ökonomischen, ökologischen sowie optischen Vorzügen vor.

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Bauakustik


Andreas Rabold

Planung und Ausführung von Holzdecken unter Berücksichtigung der tieffrequenten Trittschallübertragung

Anpassungen für Deckenaufbauten mit einem angehobenen Schallschutzniveau


Für Bewohner und Nutzer eines Gebäudes ist der subjektive Höreindruck die maßgebliche Größe zur Beurteilung des Schallschutzes und der Wohnqualität. Daher wird immer wieder versucht, einen Zusammenhang zwischen diesem Höreindruck und den Schallschutzanforderungen herzustellen. Für Gebäude in Holzbauweise wird ein Verfahren vorgestellt, das die Berücksichtigung der erweiterten Spektrum-Anpassungswerte für Deckenaufbauten mit einem angehobenen Schallschutzniveau ermöglicht.

KERNAUSSAGEN

  • Die Planung von Trenndecken in Holzbauweise erfordert die Berücksichtigung der tieffrequenten Trittschallübertragung.
  • Die Berücksichtigung der relevanten Kriterien ermöglicht die Ausführung hochwertiger Decken.
  • Planungs- und Ausführungsbeispiele veranschaulichen dies für den Holzbau.

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Gebäudetechnik


Anne Niemann

Das Forschungsprojekt »Einfach Bauen«

Ganzheitliche Strategien für energieeffizientes, einfaches Bauen mit Holz, Leichtbeton und hoch wärmedämmendem Mauerwerk


Forschende am Lehrstuhl für Entwerfen und Konstruieren der Technischen Universität München gehen der Frage nach, wie die Architektur mit baulichen Mitteln so optimiert werden kann, dass es möglichst wenig Technik bedarf, um ein angenehmes Raumklima zu erzeugen. Weiterhin werden die so entwickelten Gebäude mit Standardwohngebäuden oder Wohngebäuden in Niedrigenergiebauweise bezüglich Umweltwirkung und Lebenszykluskosten über einen Betrachtungszeitraum von 100 Jahren verglichen.

KERNAUSSAGEN

  • »Einfach Bauen« bedeutet, die Komplexität von Konstruktion und Gebäudetechnik zu reduzieren.
  • Das Ergebnis sollen Gebäude sein, die einfach zu bauen und einfach zu nutzen sind.
  • Ziel ist, durch Reduktion und Robustheit die Umwelt über den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden hinweg zu schonen.

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Raik Hartmann

Modernes Lehmmauerwerk ist richtungsweisend für nachhaltiges Bauen

Lehm: ein Traditionsbaustoff mit Zukunft


Aktuelle Forschungen zu Lehmmauerwerk zeigen: Lehm ist ein leistungsfähiger Baustoff, der sich für tragende Konstruktionen ebenso gut eignet wie andere gängige und praxisübliche Baustoffe. Die Leistungsfähigkeit ist höher, als es dem Baustoff Lehm häufig zugetraut wird. Notwendige Planungsansätze wurden in einem Bauteilkatalog mit den wesentlichen Bauteilanschlüssen zusammengestellt.

KERNAUSSAGEN

  • Modernes Lehmmauerwerk ist ein leistungsfähiges Plansteinmauerwerk.
  • Es ist möglich, mit praxisüblichen Methoden zu bauen. Zahlreiche Bauteilanschlüsse aus unterschiedlichen Konstruktionsmaterialien sind möglich.
  • Die Herstellung von Lehmsteinen ist in den Ziegelherstellungsprozess integrierbar → keine Neuinvestitionen für die Industrie.
  • Der Bauteilkatalog bietet eine Planungshilfe für die wesentlichen konstruktiven Anschlüsse von modernem Lehmmauerwerk.

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© Michael Forstner


Experteninterview

»Denkmalpflege ist Nachhaltigkeit«


Mathias Pfeil, Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, betont im Interview mit Klaus-Jürgen Edelhäuser die Nachhaltigkeit von Denkmalpflege. Er stellt heraus, dass unter Denkmalschutz stehende Gebäude sich nach hochwertigen energetischen Ansprüchen sanieren lassen und welche Vorteile eine Sanierung gegenüber einem Neubau hat.

Bauen+: Beim Thema »Bauen« richtet sich heute der Fokus mehr und mehr auf die Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Hin und wieder hat man den Eindruck, dass die »Baukultur« eher als Nebensache in den Hintergrund tritt. Der Oberbürgermeister einer größeren Stadt in Baden-Württemberg hat sich sogar öffentlich so geäußert, dass ihm die »Gestaltung von Gebäuden weniger wichtig ist als die Energieeffizienz«. Unabhängig vom Denkmal: Bleibt Ihrer Meinung nach die »Baukultur« auf der Strecke und dominieren aktuell beim Bauen die rein technischen Aspekte?

Mathias Pfeil: Ich sehe es als die Aufgabe von Architekten und Ingenieuren, Umwelt zu gestalten. Diese Art der Umweltgestaltung muss natürlich technisch funktionieren und auch gestalterisch überzeugen – das kann man nicht trennen. Ich kann also nicht das eine oder das andere machen, ohne die Dinge miteinander verbunden zu sehen. Was ich schade finde, ist, wenn Bauen ohne gestalterische Ansprüche vonstatten geht – dazu ist es einfach auch zu teuer.

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