Holzbau

Abb. 1: Beispielmodule Ansicht Wandebene und Ansicht senkrecht zur Wandebene (jeweils links BSH, jeweils rechts OSB)

Thomas Scherer, Catherina Thiele, Dirk Lorenz


Leitungsdurchführungen im Holzbau

Abschottungen Holz-in-Holz


Im Forschungsprojekt »LeitHolz« wurden die Grundlagen zur Durchführung von Leitungen durch Holzbauteile ermittelt. Der Schwerpunkt lag darauf, Schwachstellen und Versagensmechanismen von Leitungsabschottungen in Holzbauteilen kennenzulernen. Grundidee für das Forschungsprojekt war die Methode »Holz-in-Holz«. Bei dieser Methode erfolgt die Leitungsdurchführung in einem Holzmodul mit definierten Eigenschaften. Die Leitungsabschottung findet innerhalb des Holzmoduls statt.

Der Holzbau erfährt seit einigen Jahren, vor allem aufgrund ökologischer Gesichtspunkte, eine Renaissance. Immer mehr und immer höhere Gebäude werden in Holzbauweise errichtet. Die Musterholzbaurichtlinie (M-HFHHolzR) [1] präzisiert die brandschutztechnischen Anforderungen an Gebäude in Holzbauweise. Eine Novelle der M-HFHHolzR steht in naher Zukunft bevor.

In risikoorientierten Brandschutzkonzepten wurde von den Anforderungen der M-HFHHolzR häufig abgewichen. Leitungsdurchführungen stellen nicht definierte Konstruktionsdetails im Holzbau dar. Im Forschungsprojekt »LeitHolz« (gefördert durch die Forschungsinitiative Zukunft Bau) wurden die Grundlagen zur Durchführung von Leitungen durch Holzbauteile ermittelt. Der Schwerpunkt lag darauf, Schwachstellen und Versagensmechanismen von Leitungsabschottungen in Holzbauteilen kennenzulernen.

Grundidee für das Forschungsprojekt war die Methode »Holz-in-Holz«. Bei dieser Methode erfolgt die Leitungsdurchführung in einem Holzmodul mit definierten Eigenschaften. Die Leitungsabschottung findet innerhalb des Holzmoduls statt. Es wurden Klein- und Großbrandversuche durchgeführt, um die Anwendbarkeit der Methode zu bestätigen. Die Versuchsergebnisse fielen positiv aus.

Um die Methode praxistauglich werden zu lassen, müssen noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden, beispielsweise in Bezug auf die entstehende Anschlussfuge zwischen Modul und Holzkonstruktion. Abschottungssysteme sollen in Zukunft in Holzmodulen geprüft und zugelassen werden können, sodass die Abschottungssysteme in beliebige Holzkonstruktionen eingesetzt werden können.

Das Forschungsprojekt wurde durch die Forschungsinitiative Zukunft Bau gefördert sowie durch die Firma Hilti und das Architekturbüro Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten unterstützt.


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