Experteninterview

Das Konzept der vorgefertigten Bauelemente ist auch für die energetische Renovierung von Gebäuden geeignet
Im Interview thematisiert Ove Mørck ein Pilotprojekt in Odense (Dänemark) mit neu installierter PV-Anlage auf dem Dach und vorgefertigten Bauelementen (© Ennogie ApS)

Ove Mørck


»Das Konzept der vorgefertigten Bauelemente ist auch für die energetische Renovierung von Gebäuden geeignet«

 

Der Bauphysiker und Energieexperte Ove Mørck berichtet im Interview mit Melita Tuschinski für die Bauen+ über das internationale Projekt MORE-CONNECT und welche Herausforderungen dabei gelöst wurden. Das Projekt zeigt, dass vorgefertigte Fassadenelemente auch für die energetische Renovierung von Gebäuden eingesetzt werden können.


Dänemark war schon in den 1990er-Jahren Vorreiter mit Blick auf die energiesparrechtlichen Vorschriften für Gebäude. Das zeigte sich bereits im Rahmen des Projekts RENARCH Renewable Energy in Architecture (Erneuerbare Energie in der Architektur), als die Autorin die deutsche Wärmeschutzverordnung (WSchVO 1995) mit den Vorschriften in Frankreich und Dänemark verglich. Das war, noch vor der ersten EU-Gebäuderichtlinie 2003, in der Fachwelt unter dem englischen Kürzel EPBD (Energy Performance Buildings Directive) bekannt.

Inzwischen gilt seit zwei Jahren die EPBD 2018 und fordert noch energieeffizientere und kostengünstigere Nahezu-Null-Energie-Gebäude. Ove Mørck, ehemaliger Projektleiter von RENARCH I und II, führte seither viele weitere EU-geförderte Kooperationen durch. Anhand des Projekts MORE-CONNECT erläutert er im Gespräch ihre Ziele, Methoden, Ergebnisse und Erfahrungen.

Bauen+: »More connect« heißt wohl wörtlich übersetzt »noch mehr verbinden«. Welche Idee steckt dahinter?

Ove Mørck: Wir beabsichtigten bei diesem Projekt mit technischen Baulösungen zu arbeiten, die vorgefertigte Fassadenelemente verwenden. Diese wollten wir weiterentwickeln und in realen Gebäuden vorführen. Dabei spielten die Verbindungen zwischen den Elementen eine sehr wichtige Rolle. Wir arbeiteten mit »Pilotgebäuden«, es waren jedoch eher Demonstrationsbauten.

Dabei testeten und zeigten wir unsere technischen Lösungen und Konzepte auch in echten Lernlabors. Für bestimmte vorgefertigte Fassadenelemente haben wir Prototypen entwickelt und getestet. Unsere Pilotprojekte waren also eher Testversuche in voller Lebensgröße, bei denen wir die Ergebnisse und Erfahrungen überwacht und dokumentiert haben.

 

Bauen+: Wer waren die anderen Projektteilnehmer und wie groß waren die beteiligten Gebäude?

Ove Mørck: Mit dabei waren Vertreter von Estland, der Schweiz, den Niederlanden, Tschechien und anderen Ländern. Dabei haben wir sowohl große Bauten als auch kleinere Gebäude in unserem realen Lernlabor renoviert. Wir sind von vorgefertigten Bauelementen ausgegangen und wollten sie kostengünstiger gestalten.

In der Tschechischen Republik haben sie beispielsweise versucht, auch die Rohrleitungen für das Heizsystem und für die Belüftung zu integrieren. Die Bauelemente für die Außenwände erfüllen also mehr Funktionen, als nur die Gebäudehülle mit Fenstern und Dämmung zu bilden.


Das ganze Interview können Sie in der März-Ausgabe der Bauen+ lesen.  
Informationen zur Einzelheft- und Abo-Bestellung

PDF-Datei des kompletten Beitrags kostenlos herunterladen


Weiteres Interview mit Ove Mørck:

 

NEWSLETTER

Der Newsletter für Energie, Brandschutz, Bauakustik und Gebäudetechnik informiert Sie alle zwei Wochen über branchenspezifische Nachrichten und Entwicklungen.

zur Newsletter-Anmeldung

Zurück zum Seitenanfang