Energiekrisen-Lotse weist Kommunen den Weg
Mehr als 100 Energiespartipps: Sowohl große als auch kleine Kommunen werden auf der neuen Infoseite »Energiekrisen-Lotse« fündig (Foto: KEA-BW)
  • 20.09.2022

Energiekrisen-Lotse weist Kommunen den Weg

Neue Internetseite der KEA-BW zeigt, wie sich Energieverbrauch und Kosten senken lassen

Kommunen stehen im Herbst und Winter vor außerordentlichen Herausforderungen, die sämtliche Ämter und Dienststellen betreffen. Tatkräftige Unterstützung zur Bewältigung der Energiekrise gibt es jetzt von der Landesenergieagentur KEA-BW und den regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen: Die neue Webseite »Energiekrisen-Lotse« zeigt, wie sich mit kleinen und großen Schritten kurz- bis langfristig Energie einsparen und die Kosten mindern lassen.

Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg widmet sich darin allen für Kommunen relevanten Themen. Über 100 Tipps befassen sich mit dem Einsparen von Heizenergie und Strom, der energieeffizienten Nutzung von Gebäuden, einer nachhaltigen Mobilität, guter Organisation und Kommunikation, beinhalten Tipps für Bürgerinnen und Bürger sowie langfristige Strategien.


In den vergangenen zwölf Monaten sind die Strom- und Gaspreise bereits sehr deutlich gestiegen. Weitere erhebliche Preissteigerungen sind schon jetzt absehbar. Die Mehrkosten für Kommunen können sich je nach Größe auf jährlich zweistellige Millionenbeträge belaufen. Unter dem Druck der Energiekrise müssen Städte und Gemeinden daher rasch Energie einsparen.

Rund 15 bis 20 Prozent Einsparungen sind kurz- bis mittelfristig erreichbar. Tipps hierfür bietet eine neue Internetseite. Sie vereint das geballte Wissen aller Fachbereiche der KEA-BW sowie der regionalen Energie- und Klimaschutzagenturen und hilft Kommunen dabei, die passenden Maßnahmen und Mittel zu finden. Einige Beispiele:

  • Heizenergie sparen
    Unter diesem Punkt finden sich sowohl Tipps, die die Heizanlagen betreffen, als auch Verhaltensvorschläge für Nutzerinnen und Nutzer. Um weniger Heizenergie zu verbrauchen, ist etwa eine regelmäßige Verbrauchskontrolle wichtig. Auch die Regelung der Raumtemperatur und der Heizungsanlage, Kontrollmessungen und ein engagiertes Energiemanagement sind ausschlaggebend. Vor allem der Hausmeister spielt dabei eine zentrale Rolle.
  • Strom sparen
    Beim Stromsparen spielt die Reduzierung der Beleuchtung eine wichtige Rolle. Hier sollte es kein Tabu geben, sei es bei der Außenbeleuchtung von Gebäuden, der Weihnachtsbeleuchtung, der Straßenbeleuchtung oder bei Flutlichtern. Auch die Raum- und Hallenbelüftung sowie die Kühlung bieten Einsparpotenziale.
  • Gebäude nutzen
    Wie sich öffentliche Gebäude sparsamer nutzen lassen, damit befasst sich dieser Teil. Nur die tatsächlich benötigten Räume zu beheizen oder nur an wirklich notwendigen Tagen zu heizen ist einer der Tipps, beispielsweise nicht außerhalb von Schulzeiten. Brückentage können für eine verlängerte Absenkzeit genutzt werden.
  • Nachhaltig mobil
    Eine nachhaltig mobile Verwaltung verursacht nachhaltig weniger Kosten. Dazu gehört es, den Fuhrpark umzustellen und Carsharing zu nutzen. Grundlage dafür ist eine Analyse des Mobilitätsbedarfes. Ohne Investitionen können in jeder Kommune Fahrten vermieden oder Wege per Rad oder zu Fuß erledigt werden – wo sinnvoll möglich.
  • Tipps für Bürgerinnen und Bürger
    Die Tipps wie etwa die Optimierung der Heizungsanlage, der Dämmung der Kellerdecke oder der energetischen Gesamtsanierung von Wohngebäuden können Kommunen an ihre Bürgerinnen und Bürger weiterleiten.
  • Organisieren, priorisieren, kommunizieren
    Die vielfältigen Energiesparmaßnahmen sollten sinnvoll organisiert, priorisiert und kommuniziert werden. Und jede Kommune muss sie an ihre spezielle Situation anpassen. Dabei helfen etwa die Auswertung von Verbrauchsdaten, Aktionspläne, zügige Umsetzung notwendiger Reparaturen, eine Abstimmung unter den Kreiskommunen und eine intensive interne Kommunikation.
  • Zusätzliches Personal gewinnen
    Bund und Land fördern Fachpersonal, etwa für die Bereiche Energiemanagement, Mobilitätsmanagement oder Klimaschutzmanagement.
  • Langfristige Strategien
    Der Energiekrisen-Lotse hat Tipps für Kommunen, die ein langfristiges Energiemanagementsystem einrichten, ihre Verwaltung klimaneutral umgestalten oder mittels Contracting finanziell schwierige Investitionen in eine energetische Sanierung angehen wollen.


Die genannten Vorschläge stellen nur einen kleinen Ausschnitt des Angebots dar. Die neue Internetseite behandelt alle Themen ausführlich in zahlreichen Unterpunkten – neutral und unabhängig. Großstädte, Gemeinden, Landkreise und kleine Kommunen werden gleichermaßen fündig. Interessierte erfahren außerdem, an wen sie sich mit weiteren Fragen wenden können.


Weiterführende Links


Über die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW)

Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH ist die Energieagentur des Landes. Aufgabe der KEA-BW ist die aktive Mitwirkung an der Klimaschutzpolitik in Baden-Württemberg: Sie berät Ministerien, Kommunen, kleine und mittelständische Unternehmen sowie kirchliche Einrichtungen bei der Energieeinsparung, der rationellen Energieverwendung sowie der Nutzung erneuerbarer Energien. Der Sitz der KEA-BW ist in Karlsruhe.


Über die Themenfelder der KEA-BW

Die fünf Kompetenzzentren »Kommunaler Klimaschutz«, »Energiemanagement«, »Contracting«, »Wärmewende« und »Zukunft Altbau« der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH erstellen Informationsmaterialien und verbreiten sie, bieten kostenfreie Impulsberatungen an, organisieren Veranstaltungen, entwickeln und pflegen einschlägige Netzwerke und beobachten den Markt.

Zusammen mit dem im Verbund mit regionalen Einrichtungen wirkenden »Photovoltaik-Netzwerk« und dem Bereich »Nachhaltige Mobilität« sollen sie den Klimaschutz in der öffentlichen Verwaltung, insbesondere bei Kommunen, bei Unternehmen, sonstigen Einrichtungen und Privatleuten in Baden-Württemberg weiter voranbringen. Die Kompetenzzentren und das Photovoltaik-Netzwerk werden vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes finanziert, der Bereich »Nachhaltige Mobilität« vom Ministerium für Verkehr BW.

 

KEA Klimaschutz- und Energieagentur
Baden-Württemberg GmbH

Kaiserstraße 94a
76133 Karlsruhe
Telefon: 0721 98471-0
Telefax: 0721 98471-20
E-Mail: info@kea-bw.de
Internet: www.kea-bw.de

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