Experteninterview

Reinhard Eberl-Pacan (rechts) beim Interview mit Andreas Otto (links)

Experteninterview

Andreas Otto: »Die Politik muss vorangehen und althergebrachte Dinge infrage stellen.«


Für die Bauen+ sprach Reinhard Eberl-Pacan mit Andreas Otto, Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus für Bündnis 90/Die Grünen, über politisch machbare Unterstützung von Holzbau-Projekten, wie die Änderung der Berliner Bauordnung, und warum Berlin eine Vorreiterrolle eingenommen hat.

Bauen+: Herr Otto, das Berliner Abgeordnetenhaus hat 2018 beschlossen, die Berliner Bauordnung so zu ändern, dass der Holzbau auch baurechtlich für höhere Gebäude zugelassen werden kann. Dieser Beschluss kam für viele überraschend, da Berlin ja nicht unbedingt als »Holzbau-Bundesland« bekannt ist. Wie kam es dazu?

Andreas Otto: Bei den Koalitionsverhandlungen nach der Wahl von 2016 haben wir [»Bündnis 90/Die Grünen«, Anm. d. Red.] gesagt, wir müssen etwas tun für Nachhaltigkeit, für Ökologie im Bauwesen. Wir haben dann in den Koalitionsvertrag aufgenommen, dass der Holzbau in Berlin angeschoben werden soll. Einerseits muss der öffentliche Auftraggeber eine Vorbildfunktion übernehmen; das fing dann an mit Kindertagesstätten und Schulen. Andererseits hat sich schnell herausgestellt, es muss beim Genehmigungswesen – Stichwort Bauordnung – etwas verändert werden.

Wir hatten die Situation, dass viele Gebäude für Flüchtende errichtet werden sollten, die nach Berlin kamen. Wir hatten vor unserem Regierungseintritt die Situation, dass der damalige Senat für diese Gebäude den Holzbau sogar ausdrücklich ausgeschlossen hat. Obwohl doch Holzbau viel schneller geht und die Gebäude sehr gut umnutzbar oder wieder abzubauen sind.

Deshalb haben wir das in der Bauordnung geändert. Es hat ja auch funktioniert und insofern freue ich mich über die Leute, die sich dabei über Berlin wundern. Dieser erste Schritt ist nun gelungen.


Das ganze Interview können Sie in der Mai-Ausgabe der Bauen+ lesen.  
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