Sanierungsfahrplan

Schematischer Ablauf eines WEG-Gebäudesanierungsprozesses (© Thomas Bäumer, Stephanie Huber, Tobias Popovic)


Uta Schneider-Gräfin zu Lynar, Judith Commenges, Sebastian Dybowski, Hauke Meyer, Marie Preuß, Thomas Bäumer, Stephanie Huber, Tobias Popovic, Andreas Schmitt

Energieeffizienter Sanierungsfahrplan für kommunale Quartiere

Erkenntnisse aus dem 3%-Projekt


Für Städte und Gemeinden ist die Erhöhung der Sanierungsrate im Gebäudebestand ein wichtiger Aspekt zur Erreichung ihrer Klimaziele, insbesondere der Klimaneutralität 2050. Gleichzeitig spielen bei der Konzeption von Sanierungsfahrplänen für kommunale Quartiere auch städtebauliche, soziale, ökonomische und partizipative Ansätze eine wesentliche Rolle. Energieeffiziente Sanierungsfahrpläne für kommunale Quartiere sind als methodisches Instrument zwischen den KfW-geförderten energetischen Quartierskonzepten und den individuellen Sanierungsfahrplänen für Einzelgebäude angesiedelt. Der plakative Name »3%-Projekt« wurde in Anlehnung an die Vorgaben der EU-Richtlinie zu einer 3%-Sanierungsrate im öffentlichen Gebäudebestand gewählt.


Das 3%-Projekt wurde von 2015 bis 2019 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Verbundvorhaben in drei Modellquartieren (Mühltal bei Darmstadt, Ludwigsburg-Schlösslesfeld und Aachen-Brand) gefördert und von drei Forschungspartnern in drei kooperierenden Teilprojekten umgesetzt.

Seit Anfang 2019 wird ein dreijähriges Anschlussvorhaben mit dem Titel »3%-plus« umgesetzt, das dazu dient, Sanierungsfahrpläne in vier Modellquartieren (Aachen-Brand, Ludwigsburg-Schlösslesfeld, Eschweiler-Nothberg und Gemeinde Roetgen in der Eifel) praktisch zu erproben und den Sanierungsfahrplänen für Quartiere (SFQ) als methodisches Instrument für Kommunen weiterzuentwickeln.

In diesem Artikel werden ausgewählte Ergebnisse und Facetten der drei Teilprojekte im 3%-Projekt vorgestellt:

  • Teilprojekt A: Beratungsnetzwerke für kommunale Quartiere; verantwortlicher Partner: DV Deutscher Verband für Städtebau, Raumordnung und Wohnungswesen e.V.,
  • Teilprojekt B: Beteiligungskonzept für Wohnungseigentümergemeinschaften und Finanzierungsstrategien; verantwortlicher Partner: Hochschule für Technik Stuttgart,
  • Teilprojekt C: Methodik / Toolentwicklung: energieeffiziente Sanierungsfahrpläne für kommunale Quartiere; verantwortlicher Partner: B.&S.U. Beratungs- und Servicegesellschaft Umwelt mbH.


Teilprojekt A: Lokale Beratungsketten aufbauen – Sanierungsrate steigern

DV Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V.

Um einen klimaneutralen Wohngebäudebestand bis 2050 zu erreichen, muss die energetische Sanierung für private Kleinvermieter und Selbstnutzer attraktiver werden. Vor dem Hintergrund aktuell bestehender enormer Herausforderungen in Sachen Kommunikation und Motivation hinsichtlich der oft komplexen Sanierungsmaßnahmen, Technologien und Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten ist eine geeignete Beratungsstruktur zur energetischen Sanierung vor Ort ein entscheidender Faktor.

Sowohl Anbieter der Sanierungsberatung als auch die Beratungsinhalte selbst sind jedoch von einer Vielfalt und Komplexität geprägt, die oftmals große Fragen bei Eigentümern hervorruft. Sinnvoll ist somit insbesondere zu Beginn eines Sanierungsvorhabens eine neutrale und gewerkeübergreifende Initialberatung, mithilfe derer ein erster Überblick über die vielfältigen Sanierungsmöglichkeiten verschafft werden kann.

Aktuell steht solch eine Beratung flächendeckend allerdings noch nicht zur Verfügung. Nur vereinzelt gibt es Institutionen, die zumeist auf kommunale Initiative hin diese Beratungsleistungen anbieten – wie bspw. der Aachener Verein und Modellpartner im Projekt altbau plus.


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