Schalldämmung

Schalldämmung von opaken Ausfachungen (Paneelen)
Vorhangfassade mit opaken Ausfachungen (© Tiberius Gracchus – stock.adobe.com)

Bernd Saß


Schalldämmung von opaken Ausfachungen (Paneelen)

Erarbeitung eines Bauteilkatalogs


Für Paneele in Vorhangfassaden, sogenannte opake Bauteile, lassen sich Angaben zur Luftschalldämmung bislang nur anhand von Messungen im Labor nachweisen. Um Nachweismöglichkeiten ohne Prüfung zu schaffen, wurde vom ift Rosenheim ein Forschungsprojekt durchgeführt, bei dem bestehende Messdaten analysiert und durch Laborprüfungen ergänzt wurden. Ergebnis des Projekts sind Planungstabellen, die in die bauakustische Normung Eingang finden sollen.

Dieser Beitrag berichtet über die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zur Schalldämmung von Paneelen, welches am ift Rosenheim in den Jahren 2018 bis 2019 durchgeführt worden ist. Zielsetzung des Projekts war es, einen Vorschlag für einen Bauteilkatalog für opake Ausfachungen (Paneele) zu erarbeiten.

Aus dem prinzipiellen Aufbau von Paneelen, der sich u.a. aus Material und Dicke der äußeren und inneren Beplankung sowie der Füllung (i.d.R. bestehend aus Material zur Wärmedämmung), dem Abstand der äußeren und inneren Beplankung, der flächenbezogenen Masse und weiterer konstruktiver Details ergibt, sollen damit bauakustische Kennwerte hergeleitet und in einem Bauteilkatalog zusammengefasst werden.

In der bauakustischen Planung von Gebäuden werden Angaben zur Luftschalldämmung von Außenbauteilen benötigt. Für opake Ausfachungen (Paneele) lassen sich solche Angaben – im Gegensatz zu transparenten Ausfachungen (Verglasungen) – derzeit nur anhand von Messungen im Labor nachweisen; eine Möglichkeit zur Planung und Nachweisführung über einen Bauteilkatalog existiert nicht.

Durch die Erarbeitung eines Bauteilkatalogs können für standardisierte Paneele Angaben zur Luftschalldämmung ohne Messungen nachgewiesen werden, um die Luftschalldämmung kompletter Bauelemente (Fenster- bzw. Vorhangfassaden) zu bestimmen. Dadurch reduziert sich der Aufwand zum Nachweis erheblich. Dies beeinflusst sowohl die Kosten als auch den zeitlichen Ablauf in der Planung. Zusätzlich erhöht sich durch eine fundierte Datenbasis die Planungssicherheit.

Basis für die Erstellung des Bauteilkatalogs sind Messdaten aus dem Archiv des ift Rosenheim sowie Daten, die bei Industriepartnern sowie weiteren Prüfinstituten gesammelt wurden. Da allein durch eine statistische Analyse vorhandener Daten eine für die praktische Anwendung ausreichend umfassende Bauteilsammlung nicht erstellt werden kann, wurden in Ergänzung der statistischen Auswertung messtechnische Untersuchungen durchgeführt.

Basis der Arbeit sind die für die Planung in der Bauakustik bestehenden Verfahren. An dieser Stelle seien EN 12354 und DIN 4109 sowie die Prüfvorschriften nach EN ISO 10140 genannt [1, 2, 3, 6, 7, 8, 10]. Die Bauteilsammlung wurde mit dem Ziel erstellt, tabellierte Daten in den Bauteilkatalog von DIN 4109-35 und ggf. in weiteren Regelwerken zu integrieren [4, 5].


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