• 25.03.2022

Einblasdämmung – kostengünstiger Hebel für den Klimaschutz

Deutschland sucht kurzfristig Wege zu höherer Unabhängigkeit von Öl und Gas. Da ist es ein Glücksfall, dass es seit den Achtzigerjahren das Verfahren der Einblasdämmung gibt, das mittlerweile von 500 Firmen bundesweit ausgeführt wird. Deren Anzahl könnte schnell hochgefahren werden, da die Ausführungsart, Dämmstoffe über einen Einblasschlauch in zweischalige Außenwände, Innendämmungen, Dächer, Gebäudetrennwände etc. einzublasen, keiner spezifischen Fachausbildung bedarf und anlernbare Arbeitskräfte in Bauteams rasch eingearbeitet werden können.

Bei den 18,5 Mio. Einfamilienhäusern in Deutschland geht die Ausführung pro Bauteil meist innerhalb eines Tages vonstatten. Auch deshalb sind die Kosten gering und auch bei schmalem Geldbeutel finanzierbar. Zudem gibt es meist die 20-prozentige Bundesförderung. Eine Studie des Energieinstitutes Hessen beweist nun, dass die Einblasdämmung auch Potenzial hat. Rund 185 TWh Heizenergie könnten pro Jahr damit für immer eingespart werden, entsprechend 59 Mio. Tonnen CO2.

Die Investitionskosten zahlen sich im Durchschnitt nach acht Jahren zurück und liegen pro saniertem Bauteil bei Einfamilienhäusern ohnehin nur bei maximal 4.000 Euro. Auch für die Wohnungswirtschaft der Weg, ihre Dachböden, Kehlbalkenlagen, ungedämmten Dachschrägen, Gebäudetrennwandfugen und unebenen Kellerdecken kostensparend und die Mieten entlastend zu dämmen.

Die Einblasdämmung hat mit ihren Stärken das Zeug, zu einer Schlüsseltechnologie für die Beschleunigung der Wärmewende zu werden: funktionierend, einfach, schnell ausgeführt, bezahlbar und kompromisslos ökologisch. Der Fachverband Einblasdämmung bietet die Studie auf seiner Internetseite zum Download an.


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