• 03.02.2021

Schutz vor elektrisch gezündeten Bränden

Film erklärt, warum die Schutzeinrichtung so sinnvoll ist

30 Prozent aller Brände in Gebäuden werden durch Fehlerlichtbögen verursacht. Sie entstehen zum Beispiel durch veraltete, defekte oder überlastete Kabel und Leitungen. Dabei können elektrisch gezündete Brände mithilfe einer AFDD-Schutzeinrichtung vermieden werden. Warum diese Schutzeinrichtung so wichtig und in welchen Bereichen eine Installation sinnvoll ist, erläutert ein Erklärfilm, der über den YouTube-Kanal der E-Handwerke abrufbar ist.


Immer wieder hört und liest man im Zusammenhang mit Wohnungs- und Gebäudebränden in den Medien von einem technischen Defekt. Gemeint ist damit in der Regel ein elektrisch gezündeter Brand – verursacht durch veraltete, unsachgemäß installierte, beschädigte oder überlastete elektrische Anschlüsse. Auch aggressive Umwelteinflüsse – Nässe, UV-Strahlung, Nagetierbisse etc. – können dazu führen, dass ein Brand in Leitungen, Kabeln oder Elektrogeräten ausbricht.

Rund ein Drittel aller Brände in Gebäuden und Wohnungen wird dadurch verursacht, dass sich die Elektrik entzündet. Bleibt der Brand unentdeckt, kann er sich schnell ausbreiten. Für die Hausbewohner bedeutet das Lebensgefahr, von hohen Kosten der Gebäudeschäden ganz zu schweigen. Dabei lassen sich die meisten elektrisch verursachten Brände ganz einfach mithilfe einer Fehlerlichtbogenschutzeinrichtung, auch AFDD (Arc Fault Detection Devices) genannt, vermeiden.


AFDD erhöht Sicherheit

Der Schutz vor elektrisch gezündeten Bränden ist bei der Neuerrichtung von Gebäuden für bestimmte Orte und Räumlichkeiten – so zum Beispiel in Museen, an Orten mit brennbaren Baustoffen, in Hotels und Kindertagesstätten, aber auch in Schlafzimmern – nach DIN VDE 0100-420 gefordert. Auch Bestandsgebäude nachzurüsten, lohnt.

Denn AFDD überwachen nicht nur die feste elektrische Installation, sondern darüber hinaus auch die angeschlossenen elektrischen Geräte. Sie erkennen Störlichtbögen und unterbrechen den Stromkreis rechtzeitig, bevor ein Brand entsteht. Eine nachträgliche Installation ist in der Regel ohne großen Aufwand und ohne hohe Kosten möglich und stellt somit eine sinnvolle Investition in die Sicherheit der Bewohner und des Gebäudes dar.


Film veranschaulicht Nutzen von AFDD

Um auf verständliche und anschauliche Weise über die Funktionsweise der AFDD-Schutzeinrichtung, deren Nutzen und die empfohlenen Einsatzorte aufzuklären, hat die Arbeitsgemeinschaft Medienwerbung im Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ArGe Medien im ZVEH) einen Erklärfilm aufgelegt.

In dem 3-minütigen Film »Der AFDD: Schutz vor elektrisch gezündeten Bränden« informiert Elektrohandwerker Stark seinen Kunden Herrn Schmidt nicht nur darüber, welche Faktoren zu Kabelbränden führen können und dass im Fall eines Fehlerlichtbogens Temperaturen von bis zu 6.000 Grad Celsius entstehen können. Er zeigt ihm auch, wie eine AFDD-Schutzeinrichtung ganz einfach in den Verteilerkasten eingebaut werden kann, um das eigene Zuhause sicherer zu machen.

Der informative Film ist über den YouTube-Kanal der Elektrohandwerke abrufbar.


Über den ZVEH

Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) vertritt die Interessen von 50.164 Unternehmen aus den drei Handwerken Elektrotechnik, Informationstechnik und Elektromaschinenbau. Mit 510.977 Beschäftigten, davon 44.746 Auszubildende, erwirtschaften die Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 66,1 Milliarden Euro. Dem ZVEH als Bundesinnungsverband gehören 12 Landesverbände mit 320 Innungen an.

 

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