Bauvorsorge: Die Folgen von Starkregen minimieren

Starke Niederschläge verursachen immer wieder schwere Schäden an Gebäuden. Das BBSR hat in einem Forschungsprojekt untersucht, wie sich Gebäude und Grundstücke baulich besser schützen lassen. Das Ergebnis ist ein Modell einer Liegenschaft, die weitestgehend resistent gegen Starkregen ist.

Dachgarten der Umweltbehörde Hamburg Quelle: BUE/Schorer

Das Modell folgt dem stadtplanerischen Prinzip der Schwammstadt. Siedlungen werden demnach so gestaltet, dass sie genügend Flächen bieten, auf denen Regenwasser versickern und verdunsten kann.

Die Forscher simulierten am digitalen Modell, wie sich bauliche Maßnahmen auswirken. Dazu zählen zum Beispiel Lösungen wie Sickermulden, ober- und unterirdische Speicher oder Speicher auf Dächern, die das Wasser auf der Liegenschaft zurückhalten. Die Simulationen belegen, dass die baulichen Lösungen nahezu den kompletten Niederschlag binden, ohne dass Wasser ins öffentliche Kanalnetz abgeleitet werden muss oder in Bäche und Flüsse fließt.

Beispielrechnungen der Forscher zeigen, dass sich viele Lösungen kostengünstig realisieren lassen – etwa Mulden und Rigolen. Weiterer Effekt: Sie verbessern nicht nur die bauliche Vorsorge, sondern wirken sich auch positiv auf das Mikroklima aus. Die vermehrte Versickerung des Wassers führt dazu, dass sich das Grundwasser neu bildet. Gleichzeitig wird durch die Nutzung von Regenwasser etwa für die Bewässerung weniger Trinkwasser verbraucht.

Interessierte können die Veröffentlichung "Starkregeneinflüsse auf die bauliche Infrastruktur" kostenfrei beim BBSR anfordern: julia.behr@bbr.bund.de

Kontakt:

BBSR Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
Dr.
Bernhard Fischer
Referat I 6 - Bauen und Umwelt
Tel.: 49 228 99401-1522
bernhard.fischer@bbr.bund.de

24.04.2018


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